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Mit Schokolade abnehmen

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Dieser Beitrag wurde coachinghamburg.com durch Matthias Laatsch von coachmylife.de zur Verfügung gestellt. Ganz herzlichen Dank für diesen spannenden Beitrag.

Tue alles was Du tust ohne Reue oder lass es sein!

oder: Wie man Schokolade isst und trotzdem abnehmen kann …

Schokolade essen und trotzdem abnehmen? Das kann nicht sein. Ja, ja, wieder so eine Versprechung, die unrealistisch ist magst Du nun denken. Ich möchte Dich hiermit einladen, einen Gedanken, eine innere Einstellung, ja vielleicht sogar eine neue Lebenseinstellung Dir zu Eigen zu machen. Sie lautet:

Tue alles was Du tust ohne Reue oder lass es sein!

Dies ist eine kraftvolle Methode, sein Handeln und damit sein Leben aktiv zu steuern und in die Bahnen zu lenken, in welche Du es selber haben möchtest. Sie ist universell anwendbar, für sehr viele Lebensbereiche wie z.B. Sport, Beziehung, Job u.s.w. Hier in diesem Artikel möchte ich Dir am Beispiel Gewichtsabnahme bzw. Bodycoaching die Wirksamkeit dieses Leitsatzes beschreiben.

Zur Theorie:
Wir alle haben unsere inneren Stimmen im Ohr, die uns regelmäßig beschäftigen. Manche nennen diese Stimme `den inneren Schweinehund` oder geben ihr andere Namen, wie z.B. den inneren `Quatschkopf`. In jedem Fall haben wir alle diesen kleinen inneren Diktator (lat.: dictare = bestimmen) regelmäßig im Ohr, manchmal stärker, manchmal schwächer. Folgendes kommt Dir vielleicht bekannt vor:

„Ich komme schon wieder zu spät …, das wird doch sowieso nichts …, das konnte ich noch nie …, mein Job, Partner, Kind … nervt schon wieder … deswegen klappt … nicht…, der … die … ist Schuld, deswegen kann ich nicht …, im Büro nervt … und mein Job ist so mies…„ und, und, und …

Kennst Du dieses innere „Gelaber„ Deiner inneren Stimme(n)? Kann es sein, dass diese Stimme in Deinem Leben öfters vorkommt? Vielleicht auch, wenn es um das Thema Essen geht?

„Nur eine Tafel Schokolade eben schnell…, Nur mal heute Currywurst Pommes…, Nur mal heute eben Torte, weil Oma Geburtstag hat …, Ohh das Wetter ist so schön, deswegen darf ich heute … essen„ und, und, und …

Bis hier hin ist alles okay. Hinterher aber kommt der Punkt, an dem Du dies bereust. Dann sagst Du Dir wieder selber Sachen wie z.B.: „Boahhh was war ich wieder maßlos. Warum musste ich unbedingt drei Stück Torte (zwei Tafeln Schokolade, die ganze Tüte Chips …) essen„. Dann bereust Du es und hast ein schlechtes Gewissen. Das kann sogar soweit gehen, dass ich Leute kenne, die sich mit diesen Gedanken selber richtig fertig machen. Und DAS ist das Problem. Das Problem besteht nicht im eigentlichen Essen einer Familienpackung Eis, sondern im nachfolgenden schlechten Gewissen. Denn: Du konntest ja nichts dafür, die GELEGENHEIT war es ja. Weil das Wetter so schön war, musstest Du vier Halbe im Biergarten trinken… Weil die Torte so gelacht hat, musstest Du ja … Weil der Film so spannend war, mussten die Chips aufgegessen werden …

Mit diesen Rechtfertigungen sprichst Du Dich dann selber frei und erlöst Dich von Deinem schlechten Gewissen und schiebst damit Deine eigene Verantwortung auf die Umstände. Und genau das ist der Punkt, den die oben genannte Lebenseinstellung anspricht und hinterfragen soll:

Tue alles was Du tust ohne Reue, oder lass es sein.

Mit Reue und einem schlechten Gewissen, begibst Du Dich in eine Verliererposition, ja sogar in eine Rolle als Opfer. Du wirst ein Opfer der Umstände (Ich wollte ja `eigentlich` gar nicht, aber …) Damit hast Du Verantwortung abgegeben, Verantwortung für Dein Leben, für Dein Handeln. Du wurdest passiv von außen gesteuert. Dies ist ziemlich komfortabel und eine einfache Selbsttäuschung. Mit dieser Strategie als Opfer und/oder Verlierer machst Du es Dir dann auch sehr einfach und bequem, schließlich kannst Du ja nichts dafür, oder? Solange Du Dich dabei wohl fühlst und dieses Vorgehen für Dich akzeptierst ist das auch okay. Schlecht wird es nur, wenn es Dich frustriert und es Dich daran hindert Deine Ziele zu erreichen.

Das Unangenehme daran ist dann leider auch, dass sich heute, morgen und in der Zukunft nie irgendetwas ändern wird an Deinem Verhalten. Dein Ziel wirst Du so nie erreichen.

Zur Praxis:
Ich möchte Dir den Vorschlag machen, dieses Verhalten einmal zu hinterfragen und über eine alternative Einstellung nachzudenken. Wie wär`s mit:

„Ich esse jetzt 3 Stück Kuchen, eine Tafel Schokolade und 5 Kugeln Eis, genieße dies und habe anschließend KEIN schlechtes Gewissen. Ich entscheide mich dazu dies zu tun, also ist es richtig. Es sind nicht die Umstände, die mich führen oder zwingen, es ist nicht der innere Diktator, sondern ich tue dies jetzt und bewusst. Wieso sollte ich mich anschließend über mich selber ärgern? Es gibt keinen Grund dazu, schließlich habe ich mich bewusst dazu entschieden. Ich habe Spaß daran und genieße genau dies jetzt in vollen Zügen„.

Damit bist Du KEIN Opfer und KEIN Verlierer mehr, sondern ein selbst bestimmtes aktives Wesen, welches die Konsequenzen aus seinem Handeln bewusst trägt. Das ist doch toll, oder? Ich lade Dich zum Schlemmen ein.

Ist das nicht Widersinnig entgegen meiner gewünschten Zielerreichung?

NEIN ist es nicht, denn nur wenn Du bewusst weißt was Du tust, und nicht fremdbestimmtes Opfer durch Umstände bist, nur dann kannst Du Dich (beim nächsten Mal) bewusst anders entscheiden. Das ist der Knackpunkt, nur wenn Du weißt was Du tust kannst Du es auch sein lassen und über Alternativen nachdenken. Wenn Du Dich allerdings unreflektiert von der inneren Stimme, vom Wetter, von der Werbung, vom Chef, von der Familie, von der politischen Weltlage oder vom Nachbarn einfach treiben lässt, dann bist Du nie selbst verantwortlich und es ändert sich nichts.

Wenn Du also z.B. das Ziel hast, Dein Gewicht etwas zu optimieren, solltest Du einmal über diese Art der Lebenseinstellung nachdenken. Wenn Du über die Stränge schlagen willst, dann tue das doch einfach, genieße es und mache DICH dafür verantwortlich, OHNE schlechtes Gewissen und ohne Reue. Es wird dazu führen, dass Dein Selbstbewusstsein steigt und es wird Dir mehr und mehr gelingen, Ernährungsbewusstsein in Dein Leben zu holen, was Dir dann wiederum dienlich für Dein eigentliches, übergeordnetes, langfristiges Ziel ist. Zwischen Reiz (ich sehe die Schokolade) und Reaktion (ich esse sie oder eben auch nicht) hat der Mensch die Möglichkeit zu entscheiden, Du kannst wählen. In diesem Punkt unterscheiden wir uns maßgeblich von Tieren.

Zwischen Reiz und Reaktion liegt eine Lücke, nutze diese zum bewussten Reflektieren. Werde ich es bereuen? Ja? → Dann suche nach einer Alternative. Nein? → dann lass es Dir schmecken.

Als praktischer Tipp, wie Du diese Lücke zwischen Reiz und Reaktion füllen kannst bietet sich das NLP-Format des Dissoziierens an:

Wenn Du das nächste Mal eine der oben genannten `Versuchungen` erkennst, also der Reiz da ist, kannst Du kurz inne halten, bevor Du zur Reaktion übergehst. Stelle Dir vor, Du bist für einen kurzen Moment nicht Du selbst, sondern Du bist ein guter Freund bzw. eine Freundin von Dir. Damit Dir dies einfacher fällt, solltest Du auch eine andere Position einnehmen, z.B. einfach einen Schritt beiseite gehen oder den Raum wechseln. Sprich Dich selber im Namen dieser vertrauten Person an. Nun dort angekommen, BIST Du dieser Freund und dann gibst Du Dir einen freundschaftlichen Rat wie es ein guter Freund eben tun würde, der es ernst und gut mit Dir meint, ganz nach dem Motto, tue es ohne Reue, oder lass es sein.

Ich wünsche Dir viel Erfolg mit dieser Methode, die Du auch durchaus in vielen anderen Lebensbereichen anwenden kannst. Weitere Tipps und Techniken zu diesem Thema findest Du auch auf meiner Homepage www.coachmylife.de.

2016-10-18T07:09:44+00:00